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Wegweiser zum Wunschberuf

Jennifer Heinz, 36, arbeitet seit April 2021 auf der Station 4D des Kopf- und Neurozentrums im UKE. Die examinierte Altenpflegerin bringt vielfältige Erfahrungen mit.

„Unsere Station 4D ist spezialisiert auf die Behandlung von Parkinson-Patient:innen, und sie ist mein absoluter Wunscharbeitsplatz. Dass ich hier als Altenpflegerin einsteigen könnte, hatte ich nicht erwartet. Es ist eine große Chance, die ich bestmöglich nutzen möchte.

Seit der Schulzeit stand für mich fest, dass ich Altenpflegerin werde. Ich bin im saarländischen Merzig aufgewachsen, habe Betriebspraktika, Ferienjobs, das Freiwillige Soziale Jahr in Pflegeeinrichtungen gemacht, in einem psychiatrischen Pflegeheim die Ausbildung absolviert. Anschließend arbeitete ich lange Zeit in Luxemburg in einem Heim für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Der Schwerpunkt verlagerte sich somit von der pflegerischen Tätigkeit zur Pädagogik. Diese Arbeit hat mich positiv geprägt und sensibilisiert für die Bedürfnisse von Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Wertfrei sein, die Menschen annehmen, wie sie sind, ganzheitlich mit ihnen arbeiten, das ist wichtig. Diese Zeit möchte ich nicht missen, und die Erfahrungen helfen mir auch bei meiner Arbeit im UKE.

Mit dem Gedanken, in ein Krankenhaus zu gehen, hatte ich immer mal gespielt, vor zwei Jahren kam das Bedürfnis nach grundlegender Veränderung hinzu. Weil ich davon ausging, dass sich die Tür zum Krankenhaus nur über die Ausbildung zur Pflegefachfrau öffnen würde, habe ich mich an der ABK-Pflegeschule des UKE beworben und im August 2020 begonnen.

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Der erste Praxiseinsatz brachte mich auf die Station 4D. Ich hatte gleich das Gefühl: Hier bist du richtig! Als ich von einem Kollegen des Teams erfuhr, dass er als Altenpfleger eingestiegen war, sah ich meine Chance. Aber: Man bricht doch keine Ausbildung ab! Das war schon ein heftiger innerer Konflikt. Die Stationsleitung gab mir damals ein positives Feedback, woraufhin ich mich hier bewarb. Heute empfinde ich den kurzen Umweg über die Ausbildung als eine Art Wegweiser. Ich bin ihm zum Glück gefolgt.

Aktuell bin ich zwei Monate lang in der Einarbeitung und bei einer erfahrenen Kollegin in ihrem Pflegebereich eingeteilt. Ich lerne viel dazu, neben pflegerischen Aspekten vor allem auch administrative und organisatorische Dinge. Im Anschluss werde ich einen eigenen Bereich übernehmen.

Meinen ersten Arbeitstag vergesse ich nie: Das Team hat mich so herzlich aufgenommen. Die Willkommenskultur im UKE ist etwas Besonderes, wie es mir in dieser Form all die Jahre vorher nicht begegnet ist.“